| 25.12.2004 | VPN_Tunnel durchs Internet |
|
|
|
Abhörsichere Kommunikation über das InternetDie normale Bezeichnung für "Tunnel" ist: "Virtual-Private-Network" oder "VPN". Damit ist gemeint: Zwei Rechner verbinden sich über das Internet und tauschen Daten aus. Die Verschlüsselung verhindert, daß jemand mithören kann. Es können ganz verschiedene Datenverbindungen ("virtuelle Verbindungen") auf diese Weise hergestellt werden. Man kann Dateien übertragen, aber auch z.B. Video oder eine Sprechverbindung. Beispiel: Abhörsicher telefonieren oder Rechner fernbedienenDie Verbindung durch eine verschlüsselte VPN-Verbindung ist heute fast die einzige Möglichkeit, miteinander zu telefonieren, ohne von in- oder ausländischen Behörden belauscht zu werden.
Beispiel: Trennung von Büro- und Maschinenrechnern mit einem internen VPNAufgabe: Die Firma hat einen Internetanschluß im Bürotrakt. Die Arbeitsplätze in der Produktionshalle sind über eine Glasfaserleitung damit verbunden. Die Rechner an den Maschinen sollen über diesen Internetanschluß fernprogrammiert bzw. -gewartet werden können. Das vorhandene Netzwerk der Firma muß mitbenutzt werden, die Maschinen bekommen also kein eigenes, getrenntes Netz mit einer getrennten Internetverbindung. Das Problem dabei ist: Die Maschinenrechner müssen trotzdem vor den Bürorechnern geschützt werden, so daß ein Bürorechner, der sich etwa einen Wurm aus dem Internet herunterlädt, die Maschinenrechner nicht infizieren kann. Lösung: Die Fernwartung erfolgt über einen kombinierten DSL- und VPN-Router (mit Linux), der den vorhandenen DSL-Router ersetzt. Die Wartungsfirma bekommt einen gleichartigen DSL- und VPN-Router. Zur Wartung wird zwischen der Wartungsfirma und dem Anlagenbetreiber ein VPN errichtet. Die Maschinenrechner werden an einen zweiten VPN-Router angeschlossen, der zwischen sich und dem anderen, dem DSL- und VPN-Router ein zweites VPN errichtet, das das Firmennetzwerk untertunnelt. So können die Maschinenrechner und die Bürorechner sich gegenseitig nicht erreichen.
Beispiel: Ein Embedded-Linux-Rechner als VPN-Router
"VPN": räumlich entfernte Rechner erscheinen wie ein privates, lokales Netz.
"Standorte" können an entfernten Orten, auch in verschiedenen Ländern der Erde liegen:
"Virtuelle Verbindungen" können sein:
"VPN-Router" brauchen irgendeine Art von "Internet-Zugang".Es muß keine Standleitung sein, es geht auch mit einer Einwählverbindung. Es muß auch kein eigener Zugang sein, ein bereits vorhandener Internet-Zugang genügt:
Eine Einschränkung gibt es aber doch: Mindestens einer der beiden VPN-Router muß direkt ans Internet angeschlossen sein, der andere darf notfalls auch hinter einem ISDN- bzw. DSL-Router stehen. Ein Linux-VPN-Router kann aber z.B. einen vorhandenen ISDN- oder DSL-Router ersetzen und dessen Funktion mit übernehmen. "Verschlüsselter Tunnel":Der Datenverkehr wird so verschlüsselt, daß das Internet nichts mithören kann (auch nicht der Internet-Provider oder sonstige Stellen). Die Verschlüsselung gilt für alle virtuellen Verbindungen, z.B. kann man durch den 'Tunnel' auch abhörsicher telefonieren. Damit sich kein fremder Rechner als "der andere Tunnelrechner" ausgeben kann, müssen sich die beiden Rechner, die sich verbinden sollen, schon vorher gegenseitig "kennen". Verbindung je nach Tarif und je nach Bedarf:
|
| abatz.de | Jörn Abatz - Technische Software | Impressum |