| 6.9.2010 | Nachrichten und Kommentare |
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6.9.2010: Internetkriminalität: BKA und Bitkom geben Tipps"Antivirenprogramm und Firewall installieren." Die wirklich gefährlichen Hersteller von Schadsoftware sind heute Profis. Sie testen sorgfältig, ob ihre Dinger an den gängigen Virenscannern und Firewalls vorbeikommen. "Bei E-Mails den Absender prüfen." Der Absender ist eines der Felder, die man leicht fälschen kann. Hier fehlen die Warnungen vor HTML-Mails und Programmen, die E-Mail-Anhänge immer sofort anzeigen. "Keine Tauschbörsen benutzen." Man holt sich Schadsoftware zum kleineren Teil durch E-Mails, zum größeren Teil durch verseuchte Webseiten. Die größte Gefahr in Tauschbörsen ist die Abmahnkanzlei wegen Urheberrecht. "Lange, zufällige Paßwörter wählen." Das Problem mit zu einfachen Paßwörtern ist: Sie sind ratbar ("Hansi"). Das Problem mit zu komplizierten Paßwörtern ist: Man muß sie sich aufschreiben, und dann sind sie vom Kollegen lesbar. Wer soll sich denn sowas auswendig merken: "Ädfdg097öij"? Ein gutes Paßwort ist ein persönliches "Muster" aus bestimmten Tasten auf der Tastatur. Erstens: leicht zu merken, Zweitens: leicht zu tippen, Drittens: schwer zu raten. (Beispiel: "qwertz", aber das war jetzt noch kein gutes und persönliches, sondern ein eher schlechtes Beispiel. Man soll nur daran sehen, was ich mit "Muster" meinte.) "URL der Online-Bank selber tippen." Das Problem ist hier der Angriff auf die Übersetzung URL --> IP. Das ist in Windows nicht schwierig genug. "Mehrere TANs abfragen ist böse." Das war früher mal. Heute machen alle ITAN, und auch das ist schon geknackt ("Man in the Middle"). "Nicht alles installieren, was runterzuladen ist." Das ist viel zu allgemein. Wer etwas ohne Plugin nicht ansehen kann, der hat nur die Wahl zwischen "installieren" oder "verzichten". Richtig wäre: Plugins nur vom offiziellen Hersteller holen, nicht einfach dem Link auf der Webseite folgen. "Keine privaten Informationen preisgeben." Dummerweise gibt es eine Impressumspflicht, und sie wurde nicht zuletzt auch von Institutionen wie BKA und Bitkom gefordert und durchgesetzt. Und keiner weiß wirklich genau, wann man bei fehlendem Impressum teuer abgemahnt werden kann und wann nicht. Das hätten sie mal klar sagen sollen, anstatt nur allgemein mit den Zeigefinger zu winken. Aber auch BKA und Bitkom wissen das nicht. Fazit: Die Tipps sind alle veraltet und nutzlos. Das einzige, was heute wirklich hilft: Nicht mit Windows ins Internet, auch keine Mails mit Windows holen. Verdammt nochmal. 6.9.2010: Polizeistaat: Verdeckte Ermittler sollen Straftaten begehenHeise: Der Kampf gegen "Kinderpornografie" soll jetzt geführt werden, indem verdeckte Ermittler "szenetypische Straftaten" begehen sollen, wie das Anbieten von "Material". "Szenetypisch" wären dann ja wohl entsprechende Webseiten und Werbung per E-Mail dafür. Der Haken ist nur: Bei den Profis liegen die Webseiten und kommen die Werbe-Mails aus einem Botnetz - also zumeist aus Osteuropa oder den USA - bei den verdeckten Ermittlern dagegen von einer deutschen Behörden-IP oder einem deutschen Provider. Sie werden also für Profis leicht zu erkennen sein. Erwischt werden mal wieder nur ein paar neugierige Dummköpfe, nicht die wirklich Bösen. Durch solche Art Polizeiaktionen - wenn Ganoven und Betrüger im Internet in Zukunft "verdeckte Ermittler" sind - wird letztlich nur das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei und in jede andere Behörde zerstört. Macht nur weiter so, Jungs. Irgendwann werdet ihr von einem wütenden Mob alle aufgehängt. Ich werd's erleben. Ich hab Zeit, ich kann warten. 6.9.2010: Genfood: Leber und NierenschädenEine neue europäische Studie weist Organschäden durch genmanipulierten Mais nach. Es geht (natürlich) um die Sorten MON810, MON863 und NK603 von Monsanto. "Monsanto testet nur 90 Tage, und das ist zuwenig," sagen die Forscher. Blog (via Le Monde) 5.9.2010: Polizeistaat: Keine Entschädigung für PolizeiopferSie treten die Tür ein und nehmen mit, was ihnen gefällt, unter anderem drei Handys. Der Bundesgerichtshof urteilt: Die Razzia war unrechtmäßig. Die Justizbehörder verweigert eine Entschädigung, die gebe es nur bei rechtmäßigen Razzia. Sie fordern stattdessen Gebühren für die Einreichung der Klage. Spiegel Unser Staatsapparat, die Regierung, die Politiker, die Beamten, die Polizei, die Justiz, all das ist nur noch eine Verbrecherbande, die nach Strafe ruft. 5.9.2010: Polizeistaat: Seltsame Randalierer beim SchanzenfestDer NDR zeigt Krawallmacher, die eine Mülltonne artig in die Straßenmitte ziehen, bevor sie sie anzünden. So kann das Feuer nichts wirklich Wertvolles in Gefahr bringen. Eine Mülltonne liegt bereits da, der Inhalt brennt. Gleich werden es zwei sein. Weder die Polizei noch die Feuerwehr sind zur Stelle, nur die Fotoreporter. Das Fest, heißt es weiter, wird von den Behörden geduldet, auch ohne offizielle Anmeldung. Woanders hieß es, es gebe einen Veranstalter des Festes. Das ist ein seltsames Verhalten der Behörden, die sonst so streng sind. Ich möchte fast wetten: Das Schanzenfest ist eine Veranstaltung der Polizei, und zwar als realitätsnahe Übung. Und die Randalierer sind nur deshalb so brav, weil es vermummte Polizeischüler sind. Hier übt die Polizei für die Niederschlagung von zu erwartenden Aufständen. 4.9.2010: Sarrazin provoziert - Gutmensch hysteriertHartz-IV-Empfängern hielt er einen Speiseplan unter die Nase, mit dem er selbst längst verhungert wäre. Angeblich trinkt er Leitungswasser, von dem ständig ein frischer Krug bei ihm auf dem Tisch steht. Er heizt auch nicht, sondern trägt dicke Pullover. Fünf Euro die Stunde, mehr verlangt er nicht für seine Arbeit als Bundesbankpräsident. Türken, sagt er, sind für nichts zu gebrauchen als zur Produktion von Kopftuchmädchen und zum Gemüsehandel. Und wenn Moslems aus Afrika, dem Nahen Osten und der Türkei hier einwandern, werden wir Deutschen immer dümmer, statistisch. 1975 wäre er von niemandem ernstgenommen worden. Keine Zeitung, kein Fernsehsender hätte ihn zitiert. Eine unwichtige Randerscheinung wäre er gewesen, nichts weiter. Warum regt er heute die ganze Republik auf? Was hat sich geändert? Heute gibt es den Gutmenschen, der immer recht hat und alles richtig macht: Ausländer sind für ihn besser und wertvoller als Deutsche. Moslems sind für ihn besser als Christen. Türkische oder afghanische Räuber und Mörder sind für ihn grundsätzlich unschuldig. Deutsche Opfer sind für ihn grundsätzlich selbst schuld. Ausländer haben ein größeres Recht auf den deutschen Paß als Deutsche. Moslems haben ein größeres Recht auf Religionsausübung als Christen, und sie haben es jederzeit und überall, sei es hinterm Tresen oder hinterm Lehrerpult. Wenn moslemische Schüler im Unterricht keine Burka tragen dürfen, dann protestiert der Gutmensch. Wenn der türkische Präsident die Türken in Deutschland auffordert, sich nicht zu integrieren, sondern aus Deutschland ein türkische Kolonie zu machen, dann jubelt der Gutmensch. Wer gefällt sich in der Rolle des Gutmenschen:
Was ein Gutmensch wirklich ist, wird sofort klar, wenn man einfach mal die Begriffe austauscht: Deutsche sind wertvoller als Ausländer, Christen sind besser als Moslems, Osteuropäer sind grundsätzlich schuldig, aus Rußland machen wir unseren Garten Eden. Huch? Waren das nicht die Nazis? Was unterscheidet also den Gutmenschen vom gewöhnlichen Nazi: das Vorzeichen. Der Sarrazin mit seinen Nazi-Sprüchen kratzt an der dünnen Schicht Anti-Nazi-Lack der Gutmenschen. Darunter sind sie plötzlich kackbraun. Huch? Das sollte doch keiner sehen. Und nun wollen sie ihn loswerden. Der Bundespräsident soll ihn abberufen. Die Bundesbank sagt, das Vertrauensverhältnis sei zerrüttet. Sarrazin sei, heißt es überall, "untragbar". Sarrazin ist seinerzeit vom Posten des Finanzsenators in den Vorstand der Bundesbank abgeschoben worden, um ihn loszuwerden. Die Bundesbank wußte ganz genau, wen sie da kriegen. Sarrazin hatte genügend Medienecho hervorgerufen. Der damalige Bundespräsident, der ihn zum Vorstand berief, wußte genau, was Sarrazin für ein Mann ist. Es hat sich nichts geändert. Sarrazin hat sich nicht geändert. Nur die Rechnung der Leute, die ihn damals auf den Druckposten "Bundesbankvorstand" abschieben wollten, ist nicht aufgegangen. Er reißt das Maul immer noch genauso auf wie vorher. Ich bin mal gespannt, ob er schlau genug ist, diese Wahrheiten als Abwehr zu nutzen. Ich glaube es eigentlich nicht. Ich glaube, er ist nur bauernschlau, nicht wirklich klug. Ich glaube, die Entlassung Sarrazins wird ein unterhaltsamer Eiertanz, ein derbes Volkstheater. Ey, gib mal das Popcorn rüber! 4.9.2010: Finanzkrise: Harrisburg zahlt Anleihen nicht zurückNachdem sie in diesem Jahr bereits 6 Millionen Dollar Tilung und Zinsen für Anleihen für eine Müllverbrennungsanlage nicht bezahlt hatte, will die Stadt Harrisburg nun weitere 2,2 Millionen Dollar für eine "Anleihe mit Garantie" von 1997 nicht mehr bezahlen. Businessweek Staatsanleihen nicht zu bedienen, zerstört das Vertrauen der Anleger in kürzester Zeit. Dann können sie sich Geld nur noch beschaffen, indem sie welches drucken. Das zerstört dann auch noch das Vertrauen zum Geld, sowohl bei den Einwohnern, als auch im Ausland. Und dann können sie auch nichts mehr importieren. Ich liege ja immer zu früh mit meinen Vorhersagen, aber trotzdem: Der Wert des US-Dollar wird noch in diesem Jahr auf Null sinken. China hat 1,6 Billionen US-Dollar gebunkert. Die werden noch viel unternehmen, den Dollar zu stützen. Nützen wird es aber nichts. 3.9.2010: El-Nino: Rußland verlängert Exportstopp für Weizen um ein JahrErst war es zu heiß und zu trocken, dann plötzlich zu kalt und zu naß: auch deutsche Bauern erwarten schlechte Ernten. Auf der ganzen Welt häufen sich Ernteausfälle durch Extremwetter, Überschwemmungen und Waldbrände. Rußland hat im August einen Exportstopp für Weizen verhängt und verlängert ihn jetzt bis nach der Ernte 2011. http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/russia/7978954/Global-food-shortage-fears-as-Russia-extends-wheat-ban.html 3.9.2010: Klimakatastrophe: "Die Vorboten des globalen Klimawandels"Taz: Deutscher Wetterdienst und Umweltbundesamt sind sich einig: Hochwasser, Überschwemmungen und Hitzewellen zeigen die Richtung: Die Temperatur wird nochmal um 2 bis 4 Grad steigen. "Wir können uns schon jetzt auf norditalienische Verhältnisse freuen, müssen aber auch die Nachteile der höheren Temperaturen und vor allem die extremen Ereignisse fürchten." Wir halten das alles mal fest fürs Protokoll. 3.9.2010: Nordwestpassage: Tanker auf Grund gelaufenDie Nordwestpassage ist voller Untiefen. Wenn die mal nicht für immer da liegenbleiben. Der Tiedenhub ist nicht sehr groß so weit im Norden. CBC 3.9.2010: Arktisches Meer: Kreuzfahrtschiff rammt FelsenDer Felsen war nicht eingezeichnet. Eisbrecher mußten kommen und die Passagiere retten. TorontoSun 2.9.2010: Finanzkrise: Profis stoßen Aktien abNTV: Nicht nur Kleinanleger, die das Vertrauen verlieren, auch Insider verkaufen in großem Stil ihre Aktien. Der Tag der Abrechnung rückt näher. 2.9.2010: OzonlochIm Spiegel ist ein reißerischer Artikel über das Ozonloch, voll von unbewiesenen Behauptungen, offensichtlichen Lügen und Halbwahrheiten, falschen Schlußfolgerungen und Widersprüchen. Und der Stil ist mindestens so polemisch wie in der Bildzeitung. Angeblich wird "das Ozonloch" kleiner, und angeblich ist "bewiesen", daß das FCKW-Verbot die Ursache ist. Dummerweise ist aber nur das Ozonloch über der Arktis kleiner geworden, über der Antarktis nicht. Und warum nicht über der Antarktis: Da seien so viele Schadstoffe in der Luft. Ausgerechnet über dem saubersten Kontinent der Erde sind die meisten Schadstoffe? Oder hat der Autor vielleicht Arktis und Antarktis verwechselt? Und die Kälte dort baue das Ozon ab. Und ein paar Sätze weiter heißt es dann, die Erwärmung verzögere die Heilung der Ozonschicht. Ja, was ist denn nun schlecht für die Ozonschicht, Wärme oder Kälte? Der Spiegel wird immer schlechter, aber das wußten wir eigentlich schon. 31.8.2010: Versteckte PreiserhöhungenPreis vorher: 99 Cent. Preis nachher: 99 Cent. Inhalt vorher: 500 Gramm. Inhalt nachher: 400 Gramm. Preiserhöhung: 20 Prozent. "Waffelmischung" kaufe ich nicht so oft. Es muß Monate her sein. Da habe ich kein Gefühl für die Größe der Packung. Die Mengenangabe steht unten links auf der Tüte. Das ist der Punkt in einem Rechteck, wo man immer zuletzt hinguckt. Jedesmal, wenn ich erst zu Hause merke, daß ich etwas gekauft habe, wo plötzlich weniger drin ist, bekomme ich dieses Gefühl. Als ob mir einer in den Bauch geboxt hätte. Als ob die Welt, die ich kannte, nicht mehr da ist. Als ob ich plötzlich in der Hölle aufgewacht bin. Es ist dasselbe Gefühl, das ich hatte, als aus der Kneipe kam, das Türschloß war offen, und das Autoradio war nicht mehr da. Es ist das Gefühl, Opfer eines Verbrechens geworden zu sein. Ich glaube eigentlich nicht, daß ich der Einzige bin, der so reagiert. Eigentlich denke ich sogar, daß jeder so reagiert. Ich gewöhne mich auch nicht daran, im Gegenteil: es wird jedesmal ein kleines bißchen schlimmer. Die Ungerechtigkeiten summieren sich in mir. Eines Tages wird es genug sein. 30.8.2010: Wieviele Beamte gibt es in DeutschlandSucht man nach: deutschland millionen beamte, dann findet man völlig verschiedene Zahlen, von 1,7 Millionen bis 4,5 Millionen. Anläßlich der Schweinegrippe-Impfung stand mal in der Zeitung, es hätte sich bisher nur ein Viertel der Polizeibeamten impfen lassen, und zwar 2.700 Beamte. Allein in Hamburg gibt es demnach 11.000 Polizisten, einen für je 170 Einwohner. Wenn man das auf 82 Millionen Bundesbürger umrechnet, gibt es in Deutschland eine halbe Million allein an Polizisten. Bis ich irgendwann mal Genaueres weiß, kann ich natürlich nur schätzen. Aber ich denke, meine Schätzung liegt näher an der Realität als die offiziellen Zahlen: Ein Drittel aller Arbeitsplätze liegt im öffentlichen Dienst und seinen Hilfsorganisationen wie z.B. BFA, TÜV oder GEZ. Ein weiteres Drittel liegt in der Finanzwirtschaft, z.B. Banken, Versicherungen und Heuschrecken. Vom restlichen Drittel ist wiederum ein Drittel Produktion, ein Drittel nützliche Dienstleistungen wie z.B. Warentransport, und ein Drittel unnütze Dienstleistungen wie z.B. Heizungsableser oder Sonnenstudio. Das bedeutet: 10 Prozent der Arbeitsplätze sind produktiv, 10 Prozent sind anderweitig nützlich, und 80 Prozent machen unnützen Kram. Ich finde, das paßt sehr gut zu dem gefühlten Zustand unserer Wirtschaft. Kleiner Nachtrag, falls jemand meint, Heizungsableser seien nützlich, weil die Heizkosten gerechter verteilt werden: Die Röhrchen verdunsten ein Drittel des Verbrauchswerts im Sommer, wenn die Heizungen aus sind, ebenso ein weiteres Drittel im Winter verbrauchsunabhöngig, und nur ein Drittel spiegelt den Verbrauch wieder. Ich habe das experimentell ermittelt, und zwar an Heizkörpern, die nicht unbedingt notwendig sind, wie z.B. im Bad. Die Hälfte der Heizkosten zahlt man nach Wohnfläche, die Hälfte nach den Rührchen. Wenn man alles nach Wohnfläche zahlen würde, zum Beispiel 120 Euro, dann wären 20 Euro davon durch die Rährchen verbrauchsabhängig. Also würde man bei besonders sparsamem Heizen 10 Euro sparen. Die Heizkostenfirma kassiert aber (anteilig) 9,20 Euro (2000 Euro auf 26.000 Euro), und zwar von jedem, nicht nur von denen, die gespart haben. Die Heizkostenableserei ist nicht nur unnütz, sondern verteuert das Heizen für alle. Und genau diese Art von Unfug leisten wir uns in allen Bereichen. Beispiel: Der Schornsteinfeger prüft jetzt die Lüftungen nicht mehr jährlich, sondern halbjährlich. Eine hochkomplizierte Maschine mit zweitausend Teilen, wie z.B. ein Auto, das muß alle zwei Jahre zum TÜV. Ein einfaches Lüftungsrohr muß alle halbe Jahr geprüft werden, ob es immer noch ein Rohr ist. 30.8.2010: Wieviele Beamte gibt es in DeutschlandSucht man nach: deutschland millionen beamte, dann findet man völlig verschiedene Zahlen, von 1,7 Millionen bis 4,5 Millionen. Sucht man nach: deutschland millionen "in öffentlichen dienst", dann findet man wieder Zahlen in denselben Größenordnungen. Angeblich gibt es 1,7 Millionen Beamte und 2,7 Millionen Angestellte im öffentlichen Dienst. Anläßlich der Schweinegrippe-Impfung stand mal in der Zeitung, es hätte sich bisher nur ein Viertel der Polizeibeamten impfen lassen, und zwar 2.700 Beamte. Allein in Hamburg gibt es demnach 11.000 Polizisten, einen für je 170 Einwohner. Wenn man das auf 82 Millionen Bundesbürger umrechnet, gibt es in Deutschland eine halbe Million allein an Polizisten. Sucht man nach: deutschland millionen finanzbeamte, dann findet man, daß es 130.000 gibt, das ist einer für 630 Bürger. Das sind nur die Finanzbeamten. Es gibt aber mehr. In Hamburg (1,7 Millionen Einwohner) gibt es 5 Ministerien, einen Rechnungshof und eine Zentralverwaltung. Es gibt 11 Fachbehörden und 14 Bezirksämter. Das sind 32 einzelne Behörden. In jeder Behörde gibt es einen Beamten für jeweils X Bürger. X wird wahrscheinlich nicht 170 sein, wie bei den Polizisten. Ich nehme mal an: X = 1.700. Danach gäbe es in Hamburg 32.000 Beamte, das wäre einer für je 53 Bürger. Umgerechnet auf Deutschland wären das 1,5 Millionen Beamte, und 2 Millionen inklusive Polizei. Bis ich irgendwann mal Genaueres weiß, kann ich natürlich nur schätzen. Aber ich denke, meine Schätzung liegt näher an der Realität als die offiziellen Zahlen: Ein Drittel aller Arbeitsplätze liegt im öffentlichen Dienst und seinen Hilfsorganisationen wie z.B. BFA, TÜV oder GEZ. Ein weiteres Drittel liegt in der Finanzwirtschaft, z.B. Banken, Versicherungen und Heuschrecken. Vom restlichen Drittel ist wiederum ein Drittel Produktion, ein Drittel nützliche Dienstleistungen wie z.B. Warentransport, und ein Drittel unnütze Dienstleistungen wie z.B. Heizungsableser oder Sonnenstudio. Das bedeutet: 10 Prozent der Arbeitsplätze sind produktiv, 10 Prozent sind anderweitig nützlich, und 80 Prozent machen unnützen Kram. Ich finde, das paßt sehr gut zu dem gefühlten Zustand unserer Wirtschaft. Kleiner Nachtrag, falls jemand meint, Heizungsableser seien nützlich, weil die Heizkosten gerechter verteilt werden: Die Röhrchen verdunsten ein Drittel des Verbrauchswerts im Sommer, wenn die Heizungen aus sind, ebenso ein weiteres Drittel im Winter verbrauchsunabhöngig, und nur ein Drittel spiegelt den Verbrauch wieder. Ich habe das experimentell ermittelt, und zwar an Heizkörpern, die nicht unbedingt notwendig sind, wie z.B. im Bad. Die Hälfte der Heizkosten zahlt man nach Wohnfläche, die Hälfte nach den Rührchen. Wenn man alles nach Wohnfläche zahlen würde, zum Beispiel 120 Euro, dann wären 20 Euro davon durch die Rährchen verbrauchsabhängig. Also würde man bei besonders sparsamem Heizen 10 Euro sparen. Die Heizkostenfirma kassiert aber (anteilig) 9,20 Euro (2000 Euro auf 26.000 Euro), und zwar von jedem, nicht nur von denen, die gespart haben. Die Heizkostenableserei ist nicht nur unnütz, sondern verteuert das Heizen für alle. Und genau diese Art von Unfug leisten wir uns in allen Bereichen. Beispiel: Der Schornsteinfeger prüft jetzt die Lüftungen nicht mehr jährlich, sondern halbjährlich. Eine hochkomplizierte Maschine mit zweitausend Teilen, wie z.B. ein Auto, das muß alle zwei Jahre zum TÜV. Ein einfaches Lüftungsrohr muß alle halbe Jahr geprüft werden, ob es immer noch ein Rohr ist. 28.8.2010: Polizeistaat: Journalisten werden verhaftetJournalisten werden verhaftet, beleidigt, wie Vieh behandelt und geduzt: "Ihr seid keine Presse, ihr seid jetzt Straftäter", werden sie angeherrscht. Freelens Natürlich sind nicht die Journalisten die Straftäter, sondern die Polizisten, die sich selbstherrlich über das Gesetz stellen. |
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