| 6.7.03 | Linux - PPP-Verbindung |
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Verbindung von Debian Linux mit Compuserve und T-OnlineBei mir befinden sich pppd, chat und diald in /usr/sbin. Die Konfigurationsdateien befinden sich in /etc/ppp, /etc/diald und /etc/chatscripts. Bei anderen Linux-Distributionen können es andere Verzeichnisse sein.
PPP-Verbindung von Hand herstellen: pppd und chatUm eine PPP-Verbindung herzustellen, ruft man auf: /usr/sbin/pppd. pppd ruft seinerseits auf: /usr/sbin/chat. chat stellt das Modem ein, wählt den Provider an, identifiziert sich und verlangt vom Provider, den PPP-Server zu starten. Dann gibt es zurück an pppd. pppd verhandelt dann mit dem PPP-Server über den Aufbau einer PPP-Verbindung und bekommt schließlich zwei temporäre IP-Nummern: eine für den lokalen Rechner und eine zweite für den Rechner auf der Provider-Seite.Über diese IP-Nummern wird dann der Verkehr mit dem Internet abgewickelt. Anfragen ans Internet gehen an die IP-Nummer des Providers, Antworten aus dem Internet gehen an die lokale IP-Nummer. PPP-Verbindung von Hand beenden:Die Verbindung kann beendet werden mit dem Shell-Skript /usr/sbin/poff. Parameter / Optionen für pppd und chatpppd benötigt einige Parameter (Optionen). Es sucht diese Parameter in der Datei /etc/ppp/options und in der Kommandozeile. Die Kommandozeilenparameter haben Vorrang. Die Bedeutung jedes Parameters sieht man sich mit man pppd an. Bei mir lautet der Aufruf von pppd folgendermaßen:
Das Ganze ist eine einzige Kommandozeile. Die Schrägstriche am Ende jeder Zeile bedeuten: "Diese Zeile wird in der nächsten Zeile fortgesetzt".
Der
komplizierteste ist der Parameter Der Parameter connect bzw. der chat-AufrufDas Programm chat wickelt ein Frage-Antwort-Spiel ab nach dem Muster:
Warte
auf <Ausgabe vom Provider>, antworte <lokale
Eingabe>, Die Liste von Fragen und Antworten kann in einer Datei z.B. /etc/chatscripts/cis oder in der Kommandozeile übergeben werden. Chatskript /etc/chatscripts/cis2 für Compuserve (neues Netz):
Diese
Zeilen bedeuten: Chatskript /etc/chatscripts/cis für Compuserve (altes Netz):
Chatskript /etc/chatscripts/ton für T-Online:
Hinter
Aus
verschiedenen Newsgroup-Beiträgen weiß ich, daß es bei
Die
obige Version meines Chat-Skripts läuft zur Zeit mit Debian-Linux 2.1
Chatskript /etc/chatscripts/hangup für den pppd-Parameter disconnect:
''
'\K\d'
Diese
Zeilen bedeuten: Chatskript für andere Provider: minicomEin Terminalprogramm wie z.B. minicom kann man benutzen, um das Chatskript für andere Provider bzw. andere Einwahlprozeduren zu ermitteln. Für Compuserve muß man die Modemparameter auf 7E1 einstellen (7 Bit Data, Even Parity, 1 Stop Bit), sonst auf 8N1. Der Parameter /dev/modem für pppd:
Der Parameter user für pppd:Während der PPP-Verhandlung (das ist nach Beendigung des chat-Programms) benötigt pppd noch einmal die User-ID und das Passwort. Bei Compuserve gehen also User-ID und Passwort zweimal durch die Leitung: Einmal mit chat und einmal mit pppd. Wenn User-ID und Passwort gesendet werden müssen, nimmt pppd den Inhalt des Parameters user und schlägt dann das Passwort in der Datei /etc/ppp/pap-secrets nach. Dort sucht es nach einer Zeile der Form <user-id> * <passwort> Die User-ID in Compuserve besteht üblicherweise aus einer sechsstellige Zahl, gefolgt von einem Komma, gefolgt von einer dreistelligen Zahl, Beispiel: 123456,789 Die User-ID in T-Online besteht aus der Anschlußkennung (z.B. 000011112222), gefolgt von der T-Online-Nummer (z.B. 320044445555), gefolgt von einer Raute, gefolgt von der Mitbenutzernummer, (z.B. 0001). Beispiel: 000011112222320044445555#0001 Die T-Online-Nummer ist im allgemeinen von der Telefonnummer abgeleitet. Die Anschlußkennung ist die erste und längere der beiden Zahlen, die Sie geheimhalten sollten, und die Ihnen im Brief auf dunklem Untergrund mitgeteilt wurde. (Die zweite Zahl, die Sie geheimhalten sollten, ist das Passwort.) Wenn - wie z.B. bei T-Online - die User-ID eine Raute (#) enthält, oder wenn sie Leerzeichen enthält, sollte die User-ID in Anfuhrungszeichen eingeschlossen werden. Die Raute könnte sonst als Kommentarzeichen ("alles was jetzt kommt, ist nur Kommentar ohne Bedeutung") bzw. das Leerzeichen als Parameter-Trennzeichen interpretiert werden. PPP-Verbindung automatisch herstellen: dialdDer Ablauf ist hier so: diald erzeugt beim Start einen Proxy-Server, über den alle Netzanfragen gehen. Wenn der Proxy merkt, daß eine gewünschte IP-Nummer im lokalen Netz nicht vorhanden ist, läßt er diald eine PPP-Verbindung aufbauen. Wenn die Verbindung eine gewisse Zeit nicht benutzt wird, baut diald die Verbindung wieder ab und läßt das Modem auflegen.
Zum
Herstellen der Verbindung ruft diald erst chat und anschließend pppd
auf. Die Kommandozeile zum Aufruf von chat und sämtliche Parameter für
pppd werden beim Aufruf von diald nur an diald übergeben. diald gibt
sie dann bei Bedarf weiter an chat bzw. an pppd. Der Parameter Parameter-Datei /etc/diald/diald.options
Die Datei /etc/ppp/options muß für diald leer sein:Falls eine Datei /etc/ppp/options vorhanden ist, wird ihr Inhalt diald stören. Irgendwo habe ich gelesen, daß diese Datei aber auch nicht ganz fehlen darf, sie muß vorhanden, aber leer sein. Erfolgskontrolle: früher in /var/log/ppp.log - jetzt in /var/log/debug:Wenn diald richtig läuft, sollte die Logdatei etwa so aussehen:
Zum Surfen werden Nameserver-Eintragungen in /etc/resolv.conf gebraucht:
#Nameserver für Compuserve:
#Nameserver für T-Online: Weitere Informationsquellen:
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