| 24.9.2000 | Linux |
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Ich beziehe mich auf die Distribution "Debian Gnu Linux
2.0", Codename "Hamm", 4 CDs, Kernel 2.0.34, August 1998, bzw. auf "Debian
Gnu Linux 2.1", Codename "Slink", 5 CDs, Kernel 2.0.36, April 1999 und "Debian
Gnu Linux 2.2, Codename "Potato", 8 CDs (mit Sourcen), Kernel 2.2.10, September
2000.
Was mir an der neuen Version 2.2 ("Potato") als Erstes auffällt: Das Einspielen der neuen Version über eine existierende ältere Version ("Upgrade") ist viel komplizierter und fehlerträchtiger als eine Neuinstallation. Allein die Anleitung zum Upgrade umfaßt 12 Seiten (und enthält darüberhinaus einige dringende Empfehlungen, noch weitere Anleitungen zu lesen). Ich habe die Anleitung zum Upgrade so peinlich genau befolgt wie ich konnte, aber sie wurde trotzdem mit einer Fehlermeldung abgebrochen. Ich habe daraufhin alles gelöscht und "Potato" auf einen leeren Rechner installiert. Und wieder sitze ich vor einem halbfertigen Linux und weiß nicht, wie ich den Rest zum Laufen kriege. Als nächstes will ich versuchen, Linux "von Null an" selbst zu installieren, ohne Installationsprogramm. Vielleicht erwerbe ich dadurch das Grundwissen, das mir offensichtlich fehlt. (siehe "von Null an"). Alles weitere bezieht sich auf die Installation von Debian Linux: Vergleich zwischen DOS/Windows und Linux:Mit DOS und Windows bin ich ja einigermaßen fertiggeworden, aber vor Unix hatte ich immer einen Riesenrespekt. Das hat mich bisher immer davon abgehalten, auf Linux umzusteigen, aber nachdem sich mit Windows 95 der Ärger über eigensinnige und unlogische Programme und Systemteile und Abstürze immer mehr gehäuft haben, habe ich es doch mal gewagt. Nach den allerersten Erfahrungen muß ich sagen: Mein Respekt vor Unix war gerechtfertigt. Linux ist sehr umfangreich und sehr schwierig gegenüber DOS und Windows. Andererseits ist Linux stabil wie ein Felsen. Es stürzt einfach nie ab, es kommt allerdings vor, daß man beim Installieren Fehler macht, so daß Linux nicht mehr startet. Außerdem habe ich bei Linux viel mehr das Gefühl, daß das viele Lernen sich lohnt. Das ganze System ist viel durchdachter und strahlt etwas aus, als ob es wirklich von Meistern gemacht ist. (Dagegen nimmt Windows immer mehr die Attitüde von jungen Bankangestellten an. Es macht mir ständig irgendwelche Vorschriften und weiß grundsätzlich alles besser, aber wenn ich mal etwas möchte, stellt es sich dumm und versteht plötzlich überhaupt nichts mehr.) Linux braucht zwar wenig Platz, viel weniger als Windows, aber Linux ist umfangreich. Wenn man noch gar keine Anwendungen installiert hat, hat man schon 2000 Kommandos zur Verfügung. DOS kommt mir dagegen winzig klein vor. Bei Windows hatte ich immer das Gefühl, daß ich gegängelt und von jeder ernsthaften Information abgeschirmt werde. Bei Linux genieße ich das Gefühl von grenzenloser Freiheit. Dummerweise ist die Freiheit viel komplizierter als das Gefängnis. Wenn man zu seiner Freiheit auch die Kompetenz haben möchte, bekommt man mit Linux auf einen Schlag furchtbar viel Neues zu lernen. Linux ist nicht gerade das, was man 'kinderleicht' nennt. Man muß auf Vieles verzichten, was man bei Windows inzwischen schon als selbstverständlich hingenommen hatte: Nichts funktioniert einfach nur so durch Anklicken. Man bekommt fast nie eine Auswahl angeboten, aus der man nur noch auswählen muß. Die Rückkehr zur Kommandozeilen-Oberfläche kommt mir vor, als ob ich plötzlich im Dunklen stehe und noch nicht einmal weiß, wonach ich jetzt eigentlich suchen soll. Vergleich der verschiedenen Linux-Distributionen (so weit ich dazu in der Lage bin):Debian Linux (http://www.debian.org/ , Lautschrift: ['debi:en]) wird von Freiwilligen betreut. Sie legen Wert auf Stabilität und darauf, daß alles aus freier Software (Open Source, GPL) besteht. Die nicht-freien Teile wie z.B. Netscape und KDE sind zwar mit dabei, aber immer "etwas weiter hinten" auf den CDs und "ohne die Debian-Testansprüche". Es wird darauf verzichtet, immer die aktuellsten Versionen von allem anzubieten. Dafür ist alles sehr gut und sehr lange getestet. Das Installationsprogramm ist spartanisch, es wird kein Versuch unternommen, den Anfänger von irgendwelchen Schwierigkeiten abzuschirmen. Statt dessen sind zahlreiche Mechanismen (z.B. Skripten mit Namen wie xyz.config) vorhanden, mit denen sich "die Meister" wiederkehrende Arbeiten vereinfacht haben. Für einen Anfänger wie mich waren diese Mechanismen aber zunächst vollkommen unverständlich. Man braucht zumindest "gute PC-Kenntnisse", um überhaupt die Installation zu bewältigen. Die weitere Einrichtung auf die eigenen Bedürfnisse ("Administrieren") ist - wegen der Debian-Spezial-Mechanismen - ebenfalls nicht einfach. Dadurch daß die Debian-Paketverwaltung Abhängigkeiten zwischen den Paketen automatisch berücksichtigt, ist das Installieren von "Paketen" (Programmen) allerdings vergleichsweise recht einfach. Suse Linux (http://www.suse.de/) versucht mit seinem Setup- und Administrations-Tool "Yast", Linux für Anfänger zugänglicher zu machen. Leider sind die inneren Mechanismen von Yast für den Anfänger noch undurchschaubarer als die Konfigurations-Skripte und die sonstigen Spezial-Mechanismen von Debian. Alles was nicht innerhalb von Yast vorhanden und gut vorbereitet ist, ist deshalb noch schwieriger für Anfänger als in anderen Distributionen. Die Newsgroups sind voll mit Anfragen von Suse-Kunden, die mit bestimmten Problemen einfach nicht fertig werden. Jede Version von Suse-Linux hat in dieser Hinsicht ihre eigenen speziellen Probleme, an denen jeder Anfänger erstmal scheitert. Suse hat allerdings eine hervorragende Support-Datenbank im Internet, die von keiner anderen Distribution übertroffen wird. Das Installieren von Paketen funktioniert wie bei Redhat und ist nicht so narrensicher wie bei Debian. Zu Redhat Linux (http://www.redhat.com/) und zu Caldera Linux (http://www.caldera.com/) kann ich nicht viel sagen. Ich habe beide nur probeweise je einmal installiert. Die Installation war zunächst einfach, aber mit der dann folgenden Einrichtung fühlte ich mich wieder (wie auch bei Suse und Debian) ziemlich alleingelassen. Beide schienen keine oder wenige Spezial-Mechanismen eingebaut zu haben, und die meisten Bücher und die "HOWTOs" (Anleitungen) beziehen sich auf Redhat und Caldera. Vorbereitungen - Was man vorher noch unter Windows machen sollte (Das steht auf einer Extra-Seite: Vorbereitung) Installierung des Basis-Systems
Nach der Installation kopieren Sie am besten loadlin.exe und Ihr Linux-Kernel (/boot/vmlinuz-2.0.34, kopiert und umbenannt in 'linux') auf Ihre Windows95-Partition und booten Linux, indem Sie in den DOS-Modus herunterfahren und dann 'loadlin linux' eingeben. Das geht schneller, als wenn Sie einen Bootmanager oder LILO dazu benutzen. Linux booten - mehrere Möglichkeiten(Das steht auf einer Extra-Seite: Linux booten) XWindows - die grafische Oberfläche von Linux (läuft bei mir, aber die Beschreibung ist noch nicht fertig) Die Installation war mit der Debian Distribution überraschend einfach:
Falls der Drucker hinter jedem Druckjob ein überflüssiges leeres Blatt druckt:
Das eigentliche Drucken geht mit folgenden Befehlen:
Scannen(Das steht auf einer Extra-Seite: Scanner) Internet-Verbindung über Modem mit T-Online und Compuserve(Das steht auf einer Extra-Seite über PPP und diald) Internet-Dienste: Netscape, E-Mail, Newsgroups(Netscape läuft, aber die Beschreibung ist noch nicht fertig. E-Mail und News laufen noch nicht.) Samba: Linux als Server für Windows95- und Windows 3.11-RechnerMan bekommt zwei Möglichkeiten zur Auswahl angeboten: 1. "Samba läuft als Dämon", oder 2. "Samba wird von inetd" gestartet. Die zweite Möglichkeit wird "empfohlen", aber wenn ich es so mache, wird der Linux-Rechner auf den Windows-Rechnern im Netz erst angezeigt, wenn ich nach dem Linux-Rechner "suchen" lasse. Also wähle ich "als Dämon", und dann geht es. Man muß auf jeden Fall /etc/smb.conf editieren und an seine Konfiguration anpassen. Samba - und alle Windows-Rechner im Netz - brauchen eine Datei /etc/lmhosts bzw. c:\windows\lmhosts. (Sonst versucht Samba bzw. der Linux-Rechner ständig, einen Nameserver zu erreichen, um die Rechnernamen in IP-Adressen zu übersetzen.) Meine lmhosts-Dateien sehen so aus:
127.0.0.1
localhost (Der letzte Eintrag ist ein Tip aus einer Newsgroup. Er soll verhindern, daß Windows für das Wort "workgroup" einen Nameserver anruft. Ich weiß nicht, ob dieser Eintrag wirklich nötig ist.)
Hinterher
muß man Samba einmal beenden und neu starten: Fertig. Apache: Linux als Intranet-Server(läuft bei mir, aber die Beschreibung ist noch nicht fertig) Squid: Linux als Gateway ins Internet(läuft bei mir, aber die Beschreibung ist noch nicht fertig) |
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