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Anforderungen
und Lösungen einiger Projekte:
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Die
Anlage wird in der Ukraine errichtet. Es soll dort nur ganz konventionelle
Automatisierungstechnik eingesetzt werden: Leuchtbild und Handschalter.
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Alle
Förderer, Klappen und Ventile werden mit den Handschaltern betätigt.
Es soll keinen Automatikbetrieb geben, nur verriegelten/entriegelten Betrieb.
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Es
kann kalt und warm, trocken und naß, vor- und nachgepreßt werden
(d.h. der Preßkuchen wird noch einmal zurückgefördert).
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Bei
drohendem Überlauf kann Öl in davorliegende Behälter
zurückgefördert werden.
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Die
meisten Förderwege sind mindestens zweifach, teilweise vierfach vorhanden.
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Spezielle Schwierigkeiten:
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Die
Ein-/Ausschaltreihenfolgen bzw. Verriegelungsketten können sich
während der Inbetriebnahme vor Ort noch entscheidend - eventuell mehrmals
- ändern.
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Die
SPS-Software (Siemens S7) soll bei der Inbetriebnahme vor Ort von einem
Elektriker mit nur S5-Grundkenntnissen und ohne S7-Erfahrung geändert
werden. Ein kurzes "Anlernen" muß genügen.
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Die
SPS-Software für die 125 Geräte (Antriebe, Klappen,
Grenzwertschalter) muß in höchstens 10 Arbeitstagen fertig
zur Inbetriebnahme sein.
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Lösung (siehe auch
SPS-Software):
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Die
SPS-Programmierung wird streng "nach Lehrbuch" ausgeführt. Keine
"Progammiertricks". Es gibt keine verschachtelten und keine parametrierten
Programmteile, nur einfache logische Verknüpfungen mit höchstens
einer Klammerebene.
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Alle
Programmteile und symbolischen Bezeichnungen folgen einem einzigen, strengen
Schema (immer die gleichen Netzwerke für Verriegelung,
Fehlerüberwachung, Ein-/Ausschalten und Meldeleuchte, Symbole mit
3 Zeichen für die Gerätebezeichnung, dann 2 bis 8 Zeichen für
den einzelnen Kontakt bzw. Merker).
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Die
Programmteile für jeden Antrieb enthalten sowohl statische als auch
dynamische Ein-/Ausschalt-Bits (Merker), die dann bei der Inbetriebnahme
nur ggfs. anders verknüpft werden müssen.
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Die
SPS-Programmierung wird nicht mit der S7-Software (zeitraubend), sondern
tabellarisch in Microsoft-Excel ausgeführt (unter Ausnutzung der Funktionen
"Block kopieren" und "Suchen/Ersetzen im markierten Block") und dann mit
der S7-Software nur noch "importiert".
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Rinnen, Rohre, Becherwerke: Bläst man Luft unter das Zementpulver,
fängt es an zu gleiten. Transportrinnen mit leichtem Gefälle arbeiten
nach diesem Prinzip. Bevor das Material auf der Rinne abwärts gleiten
kann, muß es - z.B. durch ein Becherwerk - auf die entsprechende Höhe
angehoben worden sein. Eine alternative Transportmethode - mit erhöhtem
Energieaufwand - besteht darin, das Material mit Druckluft durch Rohre zu
fördern.
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Weichen: Umschaltung der Transportwege erfolgt durch motorbetriebene
oder pneumatische Klappen in den Weichen bzw. Rohren.
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Silos: Zum Entleeren von Zementsilos wird das Material ebenfalls von
unten durch Einblasen von Luft aufgelockert. Die Belüftungsklappen sind
im Boden des Silos in Kreissegmenten angeordnet. Die Segmente werden abwechselnd
belüftet. Zum Auflockern von Verfestigungen wird die Belüftung
pulsierend durchgeführt.
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Entstaubung: Damit durch die Förderluft nicht unnötig
Zementstaub in die Umgebung gelangt, sind die Transportelemente allseits
umschlossen und werden im Betrieb abgesaugt. Die abgesaugte Luft geht durch
eine Filtermatte. Der anfallende Zementstaub wird von der Matte mechanisch
abgeklopft und durch eine Unterdruckschleuse (Zellenrad) und über
Rückförderschnecken wieder dem Transportweg zugeführt.
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Redundanz: Beim Abtransport von der Herstellung zu den Silos darf
es keine Stockungen geben. Wenn ein Silo voll ist, oder wenn eine
Förderrinne defekt wird, wird der Materialstrom ohne Unterbrechung auf
eine andere Rinne bzw. in ein anderes Silo geleitet.
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Eingangsbehälter: Abwasser aus der Produktion kommt in
unregelmäßigen Abständen. Der Eingangsbehälter muß
geleert werden, wenn eine maximale Füllhöhe überschritten
wird. Das Entleeren muß gestoppt werden, wenn eine minimale
Füllhöhe unterschritten wird.
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pH-Regelung: In einem zweiten Behälter wird durch Zugabe von
Salzsäure bzw. Kalkmilch (aus Vorratsbehältern) der pH-Wert
eingeregelt.
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Fällung: In einem dritten Behälter wird Eisen-3-Chlorid
als Fällungsmittel und ein Polymer als Flockungshilfsmittel zugesetzt
und langsam gerührt, so daß die ausgefällten Stoffe sich
absetzen.
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Filter: Das überlaufende Klarwasser wird durch ein Kiesfilter
gedrückt und steht dann als Prozeßwasser wieder zur Verfügung.
Das Filter wird von Zeit zu Zeit mit Stadtwasser rückgespült und
mit Salzsäure regeneriert.
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Spritzkabinen-Abwasser: Das Wasser aus den Spritzkabinen wird vorbehandelt
und dann erst dem übrigen Abwasser zugeführt. Die Vorbehandlung
erfolgt durch Fällung/Flockung mit einem speziell auf jeden Lacktyp
abgestimmten Rezept.
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Dekantierung: Die Reststoffe, die bei der Fällung und Flockung
der Spritzkabinen-Abwässer anfallen, werden durch eine Zentrifuge abgetrennt
und einer Deponie zugeführt.
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Spezielle Anforderung: Die elektrischen Anlagen zur Abwasserbehandlung
und die Spritzkabinenwasser-Vorbehandlung sollen getrennt und unabhängig
voneinander laufen. Jede Anlage bekommt daher ihre eigene SPS (Siemens S5-115U)
und ihr eigenes Operator-Panel (Siemens OP 35). Diese (vom Kunden
ausdrücklich gewünschten) Typen von Operator-Panels können
aus technischen Gründen nur je eine Anlage bedienen. Trotzdem soll es
(durch die Software) möglich gemacht werden, mit jedem der beiden Panels
wahlweise beide Anlagen zu steuern. Die Umschaltung soll jederzeit durch
einfachen Tastendruck erfolgen. Die Anzeige und ggfs. Löschung von Betriebs-
und Störungszuständen soll wahlweise auf beiden Operator-Panels
erfolgen.
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Transport, Lagerung, Verpackung: Stapelware auf Paletten und Rollenware
(ohne Paletten) aus der Produktion werden an Übergabestationen auf
einheitliche Rollpaletten gestellt. Die Anlage fährt die Paletten aus
dem Produktionsbereich in das Lagergebäude, und dort in eines von zehn
Stockwerken des Hochregallagers. Paletten aus den Lagerstockwerken werden
in eine der beiden Verpackungsebenen transportiert und dort in Folie verpackt,
geschrumpft, kontrolliert und weiter zu den Verladestationen gefahren.
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Verwaltungsrechner, Verfahrwagen, SPS: Es gibt einen Verwaltungsrechner,
etwa 40 Rechner auf den Verfahrwagen und 13 SPS. Der Verwaltungsrechner nimmt
vom Bedienungspersonal Aufträge entgegen ("20 Paletten von Sorte xy
einlagern" oder "10 Paletten von Sorte z verpacken und zu den Verladerampen
5 bis 7") und sorgt für die Ausführung. Die Rechner auf den
Verfahrwagen sollen selbsttätig einzelne Paletten z.B. von einem der
Aufzüge in einen bestimmten Lagerkanal fahren und dort festkoppeln.
Die SPS übernimmt wie üblich die An- und Auslauf- und
Sicherheitsfunktionen. Alle Rechner sind über ein Bussystem vernetzt.
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Einlagerungs- und Auslagerungsaufträge: Der Verwaltungsrechner
generiert aus den Bedienereingaben interne Aufträge ("Paletten Nr. x,
y, z, ... usw. aus dem Lager zu den Verpackungstationen a, b, c, ... und
dann zur Verladung Nr. 1, 2 und 3"). In einem früheren Planungsstadium
sollte der Verwaltungsrechner diese Aufträge an einen
Prozeßleitrechner übergeben. Dieser zerlegt die Aufträge
vom Verwaltungsrechner in zwei Zwischenstufen in kleinere Aufträge:
1. Zwischenstufe ("Transportaufträge"): Jeder dieser kleineren
Aufträge kontrolliert eine einzelne Palette beim Transport zwischen
jeweils zwei Verzweigungspunkten in der Anlage. 2. Zwischenstufe ("Befehle"):
Ein Befehl kontrolliert jeweils einen Förderer, einen Drehtisch, eine
Hubstation, einen Verfahrwagen, ...
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Spezielle Anforderungen: 1. Der sonst übliche
Prozeß-Leitrechner soll eingespart werden. Diese Aufgaben sollen zwischen
dem Verwaltungsrechner und der SPS aufgeteilt werden. 2. Die Anlage soll
auch bei lokalen Störungen weiter einsatzbereit bleiben, damit die
Produktionsmaschine für das Papier gleichmäßig durchlaufen
kann.
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Datenaustausch: SPS und Verfahrwagen erhalten vom Verwaltungsrechner
Aufträge zum Transport jeweils einer Palette von einem Verzweigungspunkt
zum nächsten. Damit es nicht zu Stockungen kommt, muß auch jeweils
ein Folgeauftrag gespeichert werden können. Die SPS und die Verfahrwagen
müssen diese Aufträge ("Telegramme") selbst in die entsprechenden
Einzelbefehle umsetzen, diese abarbeiten und anschließend Vollzugs-
bzw. Störungsmeldungen generieren.
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